Skala der Hypnosetiefe


Hypnose-Powerline, Skala der Hypnosetiefe

Manche Menschen glauben, dass eine tiefe Hypnose am wirksamsten ist. Für die wirksame Anwendung reicht eine leichte bis mittlere Hypnosetiefe völlig aus. Es gibt unterschiedliche Skalen der Hypnosetiefe.

Liébeault (Schule von Nancy) z.B. unterscheidet sechs Stufen der Hypnose.

Andere Skalen kennen dreißig Stufen der Hypnose, teilweise bis zu fünfzig.

Ich orientiere mich an der dreistufigen Hypnose Tiefenskala nach K.Tepperwein.

 

 

Leichte Hypnose (Somnolenz)

Die Bewusstseinsaktivität unterscheidet sich kaum vom Wachzustand. Hierbei handelt es sich um einen leichten Zustand der Entspannung, in dem einfache Suggestionen angenommen und befolgt werden.

 

Mittlere Hypnose (Hypotaxie)

Der Hypnosezustand hat sich vertieft. Das Bewusstsein ist kaum noch aktiv. Eine teilweise Empfindungslosigkeit des Körpers ist vorhanden. Es werden alle Suggestionen ausgeführt, die im Einklang mit der Persönlichkeit des Probanden stehen. Die Ausführung posthypnotischer Suggestionen sind möglich.

 

Tiefe Hypnose (Somnambulanz)

In diesem Zustand ist die Kritikfähigkeit kaum bis gar nicht vorhanden. Unlogische, realitätsfremde Suggestionen werden ausgeführt. Diese Hypnosetiefe ist für Operationen geeignet.

 

 

Trancefähigkeit und Suggestibiliät

Weiterhin ist auch noch zwischen Trancefähigkeit und Suggestibilität zu unterscheiden. So mancher geht schnell in einen sehr „tiefen" Trancezustand, ist aber nur schwer durch Suggestionen beeinflussbar. Andere kommen nur sehr schwer über eine Entspannungstrance hinaus, sind aber auch im Wachzustand sehr empfänglich für Suggestionen. Auch die sogenannten Convincer (Hypnosetests) die im Vorfeld gemacht werden können, sagen nicht viel darüber aus wie schwer oder leicht derjenige in Trance geht. Sondern nur darüber wie gut dessen Ideomotorik auf Suggestionen reagiert. Jeder Mensch ist eben anders, jedes Gehirn wurde im Laufe des Lebens anders „programmiert". Wie auch in allen anderen Bereichen gibt es hier ebenfalls Naturtalente und Menschen die auch durch intensives Üben nur schwer Fortschritte erzielen. Im Normalfall sind leichte Trancezustände aber durchaus schnell erreichbar und für therapeutische Zwecke völlig ausreichend. Auch wenn der Klient dann vielleicht gar nicht das Gefühl hatte in Trance gewesen zu sein. Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist auch hier Vertrauen und individuelles Vorgehen!